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Neue CIE-Publikation zur Psychologischen Blendung erschienen

Mit der Nummer CIE 232:2019 (ISBN 978-3-902842-15-2; DOI: 10.25039/TR.232.2019) veröffentlichte die Internationale Beleuchtungskommission CIE im Juni 2019 den Technischen Bericht »Psychologische Blendung von Leuchten mit inhomogener Leuchtdichtestruktur – Discomfort Caused by Glare from Luminaires with a Non-Uniform Source Luminance«.

Im Jahre 1995 entwickelte das Technische Komitee 3-13 der CIE das Unified Glare Rating (UGR) zur Vorhersage der psychologischen Blendung in Innenra?umen. Aus praktischen Gru?nden basiert das UGR-Verfahren auf einer mittleren Leuchtdichte der Blendquelle. Die Einfu?hrung von LEDs in der Allgemeinbeleuchtung ermo?glichte viele neue Leuchtendesigns, die teilweise zu unvorhergesehen hohen Leuchtdichtekontrasten innerhalb der Leuchte fu?hrten. Die in diesem Report vorgestellte Literaturrecherche zeigt, dass UGR zu einer Unterscha?tzung des durch die Blendung hervorgerufenen Unbehagens tendiert, die von solchen Leuchten mit stark inhomogener Leuchtdichtestruktur hervorgerufen wird. Mehrere Methoden zur Korrektur des UGR- Verfahrens werden mittels experimenteller Daten bewertet, indem die Werte aus den Korrekturmethoden mit dem wahrgenommenen Unbehagen aufgrund der Blendung von homogenen und inhomogenen Lichtquellen verglichen werden. Die bevorzugte Methode entha?lt eine pra?zise Definition der Blendquellenfla?che, die auf einem Leuchtdichtebild der Blendquelle basiert. Diese Methode behebt die Diskrepanzen zwischen UGR und der wahrgenommenen Blendung von inhomogenen Lichtquellen. Als Ausblick und Hilfestellung fu?r zuku?nftige Arbeiten zu Blendungsvorhersagemethoden wer- den die verbleibenden Schwa?chen von UGR kurz dargestellt.

Der Bericht ist in englischer Sprache verfasst mit kurzen Zusammenfassungen in Deutsch und Franzo?sisch. Er umfasst 41 Seiten mit 12 Abbildungen und einer Tabelle. Er ist im CIE-Webshop zum Preis von 108,00 Euro erhältlich. Mitglieder der Nationalen Kommittees erhalten einen Rabatt in Höhe von 66,7 %.

Foto: Engin Akyurt auf Pixabay