H.-J.-Helwig-Preis

Der H.-J. Helwig-Preis der LiTG zur Förderung des lichttechnischen Nachwuchses wurde 1979 ins Leben gerufen und 1980 zum ersten Mal vergeben. Mit dem Preis ausgezeichnet werden Arbeiten junger Wissenschaftler und Techniker auf dem Gebiet der Lichttechnik oder angrenzender Gebiete, die eine bemerkenswerte technische Leistung bzw. eine besonders originelle Idee enthalten.

Am 22. März 1979 beschloss der Vorstand der LiTG in Erinnerung an den besonders der Lehre verpflichteten Hochschullehrer Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Helwig die Stiftung des H.-J.-Helwig-Preises für Nachwuchskräfte der Lichttechnik.

Der mit mindestens 1.000 € dotierte Preis wird alle zwei Jahre an Nachwuchskräfte aus Universitäten, Technischen Hochschulen oder Techniker-Schulen vergeben, die noch in der Ausbildung sind oder nicht länger als fünf Jahre im Berufsleben stehen. Der Preis ist nach dem Physiker Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Helwig (1905 – 1971) benannt, der sich um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses besonders verdient gemacht hatte. Prof. Helwig war ab 1953 Ordinarius für das Lehrgebiet Lichttechnik an der Technischen Hochschule Berlin und in den Jahren 1963 und 1964 Vorsitzender der LiTG.

H.-J.-Helwig-Preis 2018

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Der Vorsitzende des Helwig-Preiskomitees, Prof. Stephan Völker, gab bekannt, dass die Juroren übereingekommen sind, auf eine Preisvergabe 2016 zu verzichten. Die nächste Auslobung findet 2018 statt. Arbeiten können bis zum 1. Mai 2018 bei der LiTG-Geschäftsstelle eingereicht werden. Die Preisverleihung findet dann im Rahmen der LiTG-Hauptversammlung anlässlich der Lichttechnischen Gemeinschaftstagung LICHT 2018 in Davos statt.

Teilnahmebedingungen und Vergabebestimmungen

  1. Der Kandidat
    Der H.-J.-Helwig-Preis wird an Nachwuchskräfte der Lichttechnik verliehen, die sich noch in der Ausbildung befinden oder nicht länger als fünf Jahre nach Abschluss ihrer Ausbildung (Universität, Technische Hochschule, Techniker-Schule) im Berufsleben stehen und nicht älter als 35 Jahre sind. Der für den Preis benannte Kandidat sollte Mitglied der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft sein, er kann den H.-J.-Helwig-Preis nur einmal erhalten.
  2. Die Arbeit
    Für die Preisverleihung in Frage kommende Arbeiten müssen auf dem Gebiet der Lichttechnik oder ihren Randgebieten angefertigt sein und sollen eine bemerkenswerte wissenschaftliche oder technische Leistung bzw. eine besonders originelle Idee enthalten.
  3. Die schriftliche Ausarbeitung
    Die schriftliche Ausarbeitung muss in fünf Exemplaren über den Vorstand der LiTG an den Vorsitzenden des Preiskomitees eingereicht werden. Es kann sich dabei um einen Arbeitsbericht, ein Manuskript für eine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift, eine bereits erschienene Veröffentlichung, einen internen Technischen Bericht oder eine abgeschlossene Studienarbeit, Diplomarbeit bzw. Dissertation handeln. In allen Fällen darf der Abschluss der Arbeit nicht länger als zwei Jahre zurückliegen, wobei das Abschlussdatum der schriftlichen Ausarbeitung bzw. Veröffentlichung maßgebend ist.
  4. Vorschläge von Kandidaten
    Alle Mitglieder der LiTG sind berechtigt, eine eigene Arbeit einzureichen oder Kandidaten für die Preisverleihung vorzuschlagen. Dazu muss die schriftliche Ausarbeitung entsprechend Punkt 3 bis spätestens drei Monate vor der nächsten deutschsprachigen Lichttechnischen Gemeinschaftstagung eingereicht werden. Ein kurzer fachlicher Lebenslauf des Kandidaten ist beizufügen.
  5. Das Preiskomitee
    Das Preiskomitee wird vom Vorstandsrat der LiTG für vier Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Das Preiskomitee besteht aus fünf Mitgliedern, von denen einer vom Preiskomitee als Vorsitzender gewählt wird. Die fünf Mitglieder sollen sich nach Möglichkeit zusammensetzen aus:
    • zwei Vertretern der Lichtindustrie,
    • zwei Vertretern aus Hochschulen,
    • einem Vertreter aus einer Behörde.
  6. Die Auswahl des Preisträgers
    Der Vorsitzende des Preiskomitees prüft die Voraussetzungen für die Zulassung des Kandidaten nach Punkt 1 und verteilt die fünf Exemplare der eingegangenen Arbeiten an die anderen Mitglieder des Komitees zur Beurteilung nach den unter den Punkten 2 und 3 angeführten Kriterien. In einer gemeinsamen Beratung des Preiskomitees rechtzeitig vor der jeweiligen Tagung wird aufgrund der mündlich zu erstattenden Gutachten und nach einem Mehrheitsbeschluss der Komitee-Mitglieder der Preisträger festgelegt. Eine Aufteilung des Preises auf mehrere Kandidaten ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Die Entscheidung des Preiskomitees ist nicht anfechtbar.
  7. Die Höhe des Preis-Geldes
    Die Höhe des Preis-Geldes wird vom LiTG-Vorsitzenden gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Preiskomitees festgelegt. Das Preisgeld liegt zwischen 500 bis 1.500 € dotiert.
  8. Die Preisverleihung
    Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der LiTG-Hauptversammlung zur jeweiligen Gemeinschaftstagung. Mit dem Preis wird eine Urkunde überreicht.

Das Preiskomitee

Das Preiskomitee für die Auslobung des H.-J.-Helwig-Preises 2016 setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker, TU Berlin (Sprecher)
  • Dr. Claus Allgeier, Osram AG
  • Prof. Meike Barfuß, FH Südwestfalen
  • Prof. Dr.-Ing. Paul Schmits, Selux AG
  • Dr. Armin Sperling, PTB Braunschweig

Die H.-J.-Helwig-Preisträger

2014

Aicha Diakite, Dipl.-Ing.: Urbane Lichtplanung: Ermittlung der Gütekriterien
Simon Wendel, Dipl.-Phys.: Freiform-Optiken im Nahfeld von LEDs

2012

Susanne Köhler, Dr.-Ing.: Messtechnische Bestimmung von Leuchtdichtekoeffizienten für Fahrbahndeckschichten und flachen Anstrahlwinkeln

2010

Raphael Kirsch, Dipl.-Ing.: Die Energieeinsparverordnung 2007 und ihre Auswirkungen auf die Beleuchtung von Nichtwohngebäuden

2008

Nico Morgenbrod, Dipl.-Ing.: Ermittlung von Algorithmen für LED-Lichtquellen hinsichtlich optimaler Farbwiedergabe und Effizienz

2006

Andreas Kaltenbach: Demonstratorentwicklung einer circadianen Beleuchtungsanlagensteuerung und Untersuchung zur Wahrnehmung von Lichtfarbenänderungen

2004

Michael Kleinkes, Dr. rer. nat.: Objektivierte Bewertung des Gütemerkmals Homogenität für Scheinwerfer-
Lichtverteilungen

Zusätzliche Ehrenurkunde für besondere Leistungen

Karsten Lindig, Dipl.-Ing.: Farbmanagement für LCS-basierte Projektionssysteme

2002

Daniel Armbruster, Dr.-Ing.: Optimierung der visuellen Informationsübermittlung durch adaptive Kraftfahrzeugsignalleuchten

Rainer Kauschke, Dipl.-Ing.: Untersuchung der Adaptationsbedingungen bei inhomogener Ausleuchtung durch
Kfz-Scheinwerfer

2000

Stephan Völker, Dr.-Ing.: Eignung von Methoden zur Ermittlung eines notwendigen Beleuchtungsniveaus

1998
kein Preisträger

1996
Tanja Nagel, Dipl.-Ing.: Farbtemperaturänderungen von Leuchtstofflampen bei abgestufter Dämmung
Andreas Walkling, Dipl.-Ing.: Messung der UGR- Werte zur Beurteilung des Blendungsverhaltens einer Beleuchtungs-
anlage mittels bildauflösender Leuchtdichtemessung

1994

H.-Jürgen Bauer, Dipl.-Ing.: Analyse und Programmierung der Zifferblätter von Sonnenuhren

1992

Thomas Müller, Dipl.-Ing.: Messung zur Optimierung des Einsatzes von miniaturisierten Halogenmetalldampflampen in Leuchtensystemen

1990

Dietmar Zembrot, Dipl.-Ing.: Darstellung der Leuchtdichteverteilung in Innenräumen auf Graphikbildschirmen – Direktvergleich von Simulation und Originalraum
Peter Zwick, Dr.-Ing.: Messung und Bewertung aktivischer UV-Strah­lungsanteile

1988

Reiner Hoppstock, Dr.-Ing.: Xenon-Hochdruckkurzbogenlampen mit Metall­halogenid- Dotierung und Wolfram- Halogen-Kreisprozess

1986

Roland Greule, Dipl.-Ing.: Wahrnehmbarkeit peripherer Lichtreize bei nächt­lichen Straßenleuchtdichten

1984

Wolfgang Roddewig, Dr.-Ing.: Messung der Readaptionszeit zur Bewertung der Störwirkung großflächiger Lichtquellen im nächt­lichen Straßenverkehr

1982

Karl-Heinz Kleine, Dipl.-Ing.; Manfred Krause, Dipl-Ing.: Farbmessgerät nach dem Spektralverfahren mit einem
CCD-Linear-Array

1980

Sirri Aydinli, Dr.-Ing.: Über die Berechnung der zur Verfügung stehenden Solarenergie und des Tageslichts