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European Lighting Expert (ELE)

Mit dem Ziel, einen europäischen Bildungsstandard für Licht und Beleuchtung zu etablieren, erarbeiteten die Lichttechnischen Gesellschaften Deutschlands (LiTG), der Niederlande (NSVV), Österreichs (LTG) und der Schweiz (SLG) in einem Kooperationsprojekt gemeinsame Lernziele für die Aus- und Weiterbildung. Der europäische Bildungsstandard »European Lighting Expert (ELE)« bildet die Grundlage nationaler Weiterbildungs- und Prüfungsprogramme, die den erfolgreichen Absolventen als »European Lighting Expert (ELE)« ausweisen. Das Projekt ist wegweisend für daraus resultierende gemeinsame Aktivitäten und steht weiteren europäischen Licht-Gesellschaften offen. So hat die rumänische Licht-Gesellschaft A.R.I. den Antrag auf Mitgliedschaft gestellt, um das ELE-Konzept in Rumänien zu implementieren.

Die rasanten Entwicklungen in Wissenschaft, Forschung, Technik und Anwendung in den Bereichen Licht und Beleuchtung in den vergangenen Jahren machen eine qualifizierte Aus- und Fortbildung durch unabhängige Institutionen wichtiger denn je. Je größer das Interesse am Thema Licht, desto mehr Akteure mit unterschiedlichsten, vielfach nicht einschätzbaren Ausbildungshintergründen bieten ihre Dienste an. Die zunehmende Globalisierung erfordert darüber hinaus länderübergreifende Standards.

Der European Lighting Expert (ELE)

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Vor diesem Hintergrund haben die vier deutschsprachigen Licht-Gesellschaften LiTG, LTG, NSVV und SLG das Projekt »European Lighting Expert (ELE)« realisiert. Träger dieses Titels weisen sich als Lichtfachleute aus, die umfassende Kenntnisse in der Innen- und/oder Außenbeleuchtung praxisorientiert anwenden können. Eine erfolgreich bei den nationalen Lichtgesellschaften abgelegte Prüfung berechtigt zum Führen des Titels ELE. Die ersten Prüfungen in Deutschland wurden 2016 durchgeführt.

Gleiche Anforderungen in allen beteiligten Ländern

Kern des ELE bilden ein zentrales, öffentliches Register, in dem jeder European Lighting Expert verzeichnet ist, und ein internationales Qualitätsmanagement, das gleiche Anforderungen und Inhalte in den Prüfungen der verschiedenen Länder sicherstellt. Der registrierte European Lighting Expert besitzt theoretische Kenntnisse über Wahrnehmung und Wirkung von Licht. Er kennt die Möglichkeiten der Lichterzeugung und -lenkung und ist in der Lage, dieses Wissen praxisgerecht unter Beachtung der relevanten Gesetze und Regeln, der Ökologie und Ökonomie umzusetzen. Er kennt die aktuellen Betriebsmittel und Lichtsteuerungen sowie ihre Anwendung. Er versteht die Bedeutung und die Grundlagen der Lichtgestaltung. Insbesondere besitzt er die Fähigkeit, die Erfordernisse der Lichttechnik, der Lichtplanung und benachbarter Fachgebiete, wie beispielsweise Elektrotechnik und Ergonomie, sowie Gesetzes- und Normen-, Energie- und Umweltanforderungen interdisziplinär vernetzt zu planen und umzusetzen. Durch berufliche Tätigkeit und Weiterbildungen bleibt er auf dem neuesten Kenntnisstand.

Die European Lighting Expert Association (ELEA)

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Mit der Gründung der »European Lighting Expert Association (ELEA)« am 26. August 2016 in Berlin erhielt das seit 2015 in in 15 Sitzungen über zwei Jahren erarbeitete Konzept des ELE einen rechtlich definierten organisatorischen Rahmen. Zu den Aufgaben der ELEA gehört es, den ELE-Bildungsstandard zu fixieren. Sie koordiniert und definiert die Prüfungen zum Titel ELE. Der Verein führt auch das ELE-Register, in dem alle European Lighting Experts gelistet sind. Die ELEA entwickelt das Konzept des ELE weiter und informiert aktiv über sein Potenzial. ELEA-Mitglied können alle europäischen Lichtgesellschaften werden.

ELEA-Organisation

Organe des Vereins nach Schweizer Recht sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und die Revisionsstelle. Die operativen Aufgaben übernimmt das unterhalb des Vorstandes angesiedelte »Executive Committee«. Zentrales Element in der ELEA-Organisation ist die unabhängig agierende »Qualitätssicherungskomission (QSK)«.

Sie überwacht die Prüfungen hinsichtlich der Einhaltung der Prüfungsordnung und der abgestimmten Lernziele. Die Vereinsstruktur komplettiert das von der Schweizer Lichtgesellschaft gemanagte ELEA-Sekretariat, das im Auftrag des Executive Committee das Führen des ELE-Registers übernimmt.

ELEA-Vorstand

Zum ersten Präsidenten der ELEA mit zweijähriger Amtszeit wurde Dr. Matthias Hessling, LiTG-Vorsitzender 2013 – 2016, gewählt. Die Positionen der zwei Vize-Präsidenten gingen an Jan Meutzner, NSVV, und Manfred Mörth, LTG. Albert Studerus, SLG, wurde zum Aktuar und Kassier – Schriftführer und Schatzmeister – gewählt.