Lichtsimulation der Beleuchtung des Ludwigsplatzes HAW 24. Mai 2017

Psychologische Effekte der Beleuchtung im städtischen Umfeld. Untersuchungen mit der VR-Brille

Neues aus der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW).

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung werden die Ergebnisse eines Forschungsprojektes vorgestellt, ob man mittels Virtual Reality (VR) - Brillen die Lichtwirkung auf einem Platz (hier: Ludwigsplatz in Darmstadt) realistisch darstellen kann und eventuell sehr aufwändige Bemusterungen minimieren kann.

Etwas mehr Hintergrund zu der Untersuchung:

Städte werden durch monotone Bauweise für die Menschen immer weniger attraktiv. Der Umweltpsychologe Prof. Colin Ellard (University of Waterloo, Ontario, Canada) stellte fest, dass Menschen in einer Stadt etwas Interessantes, Lebhaftes suchen, damit sie langsamer gehen und länger verweilen. Detaillierte Ausführungen sind in seinem Buch Place of the Heart ausgeführt.

“Our surroundings can powerfully affect our thoughts, emotions, and physical responses” …. (Colin Ellard)

Das bedeutet auch, dass zu einer interessanten Innenstadt aus diesem Grund auch eine interessante Beleuchtung gehört um mehr Lebensgefühl und Emotionen in den Innenstädten zu erreichen und das Lebensniveau zu steigern.

Um diese These von Prof. Ellard genauer zu untersuchen, wurde in Zusammenarbeit mit der Zumtobel Group, Prof. Roland Greule, dem Psychologen Torsten Braun (Die Lichtplaner), dem Masterstudiengang Architektur, Konstruieren und Entwerfen, an der TU Darmstadt bei Prof. Annett-Maude Joppien und der HAW-Hamburg, Fakultät DMI, Department Medientechnik eine Untersuchung der psychologischen Effekte der Beleuchtung im städtischen Umfeld gestartet.

Neu an dieser Untersuchung war, dass die Visualisierung der Innenstadt bzw. der Außenbeleuchtung mittels VR-Technik durchgeführt wurde, speziell mit der Oculus Rift. Somit besaßen die Versuchspersonen die Möglichkeit sich auf dem Platz "umzuschauen", die Beleuchtung zu bemustern und mittels Fragebogen ihre Bewertung abzugeben. Durch den Einsatz der Virtual-Reality-Technik konnten sehr viele Lichtvarianten den Versuchspersonen präsentiert werden, was in einer echten Bemusterung so nie der Fall sein könnte. Die Versuchsperson hatten die Möglichkeit durch die VR-Brille eine Lichtsituation zu erleben, als wäre die Versuchsperson wirklich vor Ort (perception ob being there).

Beginn: 17 Uhr im Raum Raum E 48 (Raum im Erdgeschoss des Hauptgebäude A)

Referenten: Prof. Dr Roland Greule, B.Sc Victoria May, B.Sc. Dennis Flügge, B.Sc. Kevin Kornprobst

Im Anschluss an die Vortragsveranstaltung findet die LightNight in den Räumlichkeiten des Department Medientechnik statt. Dazu sind alle LiTG Mitglieder herzlich eingeladen.

Inhalt der LightNight ist das Licht auf Bühnen und selber Licht machen. Beim „Live-Licht“ kann eine kleine Lichtshow zu einem Musiktitel eigener Wahl live "erstellt" werden.

Für LiTG Mitglieder die direkt zu diesem Veranstaltungsteil eintreffen,

Beginn: 18 Uhr im Raum 3.024 im Neubau, Gebäude B.

Datum 24. Mai 2017 17:00 - 19:00